Baby Body

Woche 1 = SS. 0+0 bis 0+6

In der Gebärmutter löst und verflüssigt sich die obere Schicht der Schleimhaut, weil keine Empfängnis stattgefunden hat. Durch den aufgelockerten Schleimpropf im Muttermund kann dieses Monatsblut abfließen. Ausgelöst durch das follikelstimulierende Hormon FSH beginnen in den Eierstöcken mehrere Eizellen zu reifen. Jede ist von einem Eibläschen , dem Follikel , umgeben und bereit für einen neuen Zyklus.

 

Woche 2 = SS. 1+0 bis 1+6

Eines der Follikel wächst viel schneller und überholt alle anderen. Diese geben schließlich auf und widmen sich der Östrogenbildung. Das reifste Eibläschen aber wächst und wächst, bis es an der Wand des Eierstocks ankommt und dort durch den zunehmenden Druck platzt: Die ausströmende Flüssigkeit schwemmt die reife Eizelle heraus. An dieser Stelle hat sich der Trichter des Eileiters um den Eierstock gelegt und fängt das Ei auf. Seit Tagen schon ist der Muttermundschleim durchlässig geworden, um Samenzellen – so vorhanden – in die Gebärmutter einzuschleusen. Während diese in Richtung Eierstöcke schwimmen, stärken spezielle Sekrete ihre Zeugungsfähigkeit.

 

Woche 3 = SS. 2+0 bis 2+6
Baby: Woche 1, 1.–7. Tag

Im Eileiter wird die Eizelle bald von den Samenzellen umschwärmt, die es bis hierher geschafft haben. Eine Art Zuckerschicht macht die Eizellenoberfläche klebrig, damit sich eine Samenzelle anhaften kann. Dann geschieht es: Die Eizelle öffnet sich kurz für eine einzige Samenzelle, rasch dringt diese ein und augenblicklich verschmelzen beide Zellmembranen. Ein Baby ist gezeugt! Fast einen Tag lang ordnen sich nun die väterlichen und mütterlichen Erbinformationen zu neuen Chromosomen, die fähig sind, sich bei jeder Zellteilung zu verdoppeln. Etwa 30 Stunden nach der Befruchtung ist es soweit, und die Zellteilung beginnt. Nach zwei Tagen sind es schon 16 Zellen geworden, sie formen nun eine innere Schicht, aus der sich das Baby entwickelt und eine äußere, nährende Schicht. Diese beginnt mit der Bildung des hCG-Hormons , das einen neuen Monatszyklus verhindert und die Gebärmutterschleimhaut verdichtet. Dort kommt der Babykeim gegen Ende der Woche an, er besitzt jetzt ca. 100 Zellen und hat die Gestalt einer Keimscheibe mit den ersten beiden Keimblättern. Zurück im Eierstock ist das leere Eibläschen zum Gelbkörper geworden, der seitdem Progesteron bildet, das schwangerschaftsschützende Hormon. Die Östrogenbildung ist dabei zurückgegangen.

 

Woche 4 = SS. 3+0 bis 3+6
Baby: Woche 2, 8.–14. Tag

Der Babykeim hat den besten Platz gefunden und beginnt, sich einzunisten. Im neuen Dottersack formen sich erste Inseln blutbildender Zellen, und der Stoffaustausch mit dem mütterlichen Blut beginnt. Um den Baby-Embryo herum bildet sich ein großer Hohlraum und wird zur Chorionhöhle. Darin entsteht auch die erste Anlage der Fruchtblase. Die Gestalt des Babykeims verändert sich: Weil sich eines der beiden Keimblätter im vorderen Teil verdickt, bekommt die Keimscheibe eine längsovale Form. Die Chorionhöhle wird schnell größer, nur noch im Bereich des Haftstiels zwischen dem Embryo und der ursprünglichen Nährschicht (Chorionplatte) bleibt eine Verbindung bestehen. Später wird dieser Haftstiel zur Nabelschnur.

 

Entwicklung während der Schwangerschaft

* Das ist hier die stark gekürzte Form der Baby-Entwicklung. Ausführlich gibt es den Baby-Body im Großen Mama-Handbuch! Auch dabei: Babys Entwicklungsschritte von der Geburt bis zum 10. Lebensmonat!