Mut zur Lücke

Mut zur Lücke, liebe Eltern!

Ihrr müsst nicht perfekt sein!

Wir kugeln uns nach Feierabend miauend und rollenspielend über den Teppich für ein kleines Lächeln von unseren Lieblingen. Wir fahren mit den Kindern bis ans Ende der Stadt, um sie auf renitente Ponys zu setzen, obwohl wir uns anschließend tagelang Antihistamine einwerfen müssen. Wir streichen behutsam das Salz von den Pommes unserer Kleinen, um ihre Nieren zu schonen. Wir schleppen uns zu langweiligen Impf-Infoabenden und lesen abends im Bett den Erziehungsguru Jesper Juul und nicht die GALA, um pädagogisch auf der richtigen Seite zu sein. Kein Weg ist uns zu weit, kein Klettergerüst zu hoch, kein Indoor-Spielplatz zu kreischig. Wir sind die optimiertesten Muttis und Papis ever. Ever. Ever.

Aber wundert es Sie da, dass sich 80 Prozent der Sechsunddreißig- bis Fünfundvierzigjährigen gestresst fühlen, wie eine Forsa-Studie der Techniker Krankenkasse von 2013 verrät?

Unsere hohen Anforderungen an uns selbst werden durch den strengen Blick der Gesellschaft noch befeuert, die vor allem uns Frauen sofort den Rabenstempel aufdrückt, wenn wir unsere Kinder zu früh, zu lang, zu oft oder gar nicht in die Kita geben oder sie im Supermarkt einmal kurz anmotzen.

Wir müssen alles irgendwie gebacken kriegen: die wunderbare Beziehung trotz Schreihals, die Sexgöttinnen-Nummer trotz Müdigkeit, das Lob vom Chef trotz Sehnsucht nach dem Baby.

Make it easy!

Rund 39 Prozent der Väter und 34 Prozent der Mütter denken, dass sich Eltern in sozialen Netzwerken wie Facebook in ein besseres Licht rücken (ELTERN-Studie 2015).  Flieger_Super_Mom

Mut zur Lücke, Leute!

Zeigt euch ungeschminkt und echt. Nichts ist so sympathisch wie die unperfekte Wahrheit!

Durchschlafen, bekocht werden, ins Kino gehen mit dem Liebsten: Es ist nicht Geld, das uns Eltern glücklich macht. Lässt sich aber mit Geld etwas Glück kaufen, dürfen wir ruhig mal Ja schreien. Zum Beispiel zu frischen Blumen, die regelmäßig zu uns nach Hause geliefert werden.

Relaxt über den Flohmarkt, durch die City oder den Zoo bummeln und keine Panik schieben, dass das Kind plötzlich verschwunden ist auf Nimmerwiedersehen? Funktioniert, wenn man optimal aufpasst oder den Nachwuchs mit einem herzallerliebsten Notfallarmband aus­stattet, auf dem Mamas Telefonnummer steht. www.luxusweiberl.de

Das Spielzimmer quillt über und Ihre Kinder wissen trotzdem nicht, was sie mit sich anfangen sollen? Räumen Sie alle paar Monate eine Kiste mit Spielzeug in den Keller. Sind Eisenbahn oder Ritterburg längst vergessen, ist die Über­raschung ­perfekt: »Schaut mal, wie wäre es denn damit?« Boxen aus waschbarer Baumwolle findet man bei www.lepetitbeurre.de.

Zähneputzen ist ein Drama in drei Akten? Dann testen Sie mal »Kiddy Wash«, das witzige Plastikwaschbecken samt Spiegel, das man in Kinderhöhe an die Badewanne hängen kann. Kostet 14,99 Euro. www.rotho-babydesign.com.

Sie wollen unbedingt stillen, aber es klappt partout nicht und Ihre Hebamme schwört, dass bloß die Lage des Babys nicht optimal entspannt ist? Könnte falsch sein. Viele Babys haben ein zu kurzes Zungenbändchen. Dann können sie die Brustwarze der Mama nicht richtig umfassen und das tut höllisch weh. Auch Milchstau und Brustentzündungen machen das Stillen schon mal unerträglich. Manchmal hilft ein Stillhütchen und manchmal nur das Fläschchen. Und das ist dann auch völlig okay.

 

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