Ein Baby will getragen werden

Baby-Tragehilfen

Was kann es Schöneres für ein Baby geben, als sich von seinen Eltern geliebt und getragen zu fühlen? Und wie ließe sich das unmittelbarer erfahren als durch Körperkontakt? Angeschmiegt an die Mutter oder den Vater erlebt ein Kind jene Nähe und Geborgenheit, die es so sehr braucht, um nach und nach vertrauensvoll seine neue Welt zu erforschen. Getragenwerden ist außerdem gesund:
Es kommt nicht nur den körperlichen Bedürfnissen eines Babys entgegen, sondern beugt auch Fehlentwicklungen des Hüftgelenks vor. Welche Tragehilfen für welche Situation die geeignetsten sind, worauf Sie beim Erwerb achten sollten und welche Anwendungsmöglichkeiten sich anbieten, all das erfahren Sie anhand ausführlicher Beschreibungen und brillanter Fotos.

Es gibt verschiedene Bindetechniken für die Tragetücher. Hier stellen wir Ihnen die Bindetechnik klassische Kreuztrage vor:

Kreuztrage

Tuchlänge

Ab ca. 4 ¼ m

Vorweg in Kürze

Für Babys, die schon etwas stabiler im Rückenbereich sind, also etwa ab zwei bis drei Monaten.
Das Tuch kann umgebunden bleiben, wird das Baby herausgenommen.

Anmerkung

In den ersten Lebenswochen, in denen die Kleinen leicht zur Seite fallen weniger geeignet. Richtig eingesetzt, ist die Kreuztrage eine recht einfache Variante, bei der man sein Kind schnell aus dem Tuch herausnehmen und hineinsetzen kann, ohne neu binden zu müssen.

Vorbereitung

Gut zwei Handbreit neben der Tuchmitte eine Schlaufe bilden.

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Die Schlaufe über den Kopf schwingen und auf dem Rücken oberhalb der Taille platzieren, die ungleich langen Enden hängen vorn von den Schultern herunter – die eine Tuchhälfte kann 20 bis 30 cm länger sein. Sie können so den Knoten seitlich binden, das ist einfacher als auf dem Rücken.

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Ziehen Sie das längere Ende vorn überkreuz unter Ihrem Arm hindurch nach hinten und auf dem Rücken durch die Schlaufe.

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Dieses lange Ende weiter unter dem anderen Arm hindurch wieder nach vorn nehmen.

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Die beiden Tuchenden seitlich in Hüfthöhe verknoten – leicht nach hinten verlagert, damit der Knoten nicht drückt, wenn das Baby im Tuch sitzt – die Stoffbahnen verlaufen nun vor Ihrer Brust über Kreuz.
Schieben Sie dieses Stoffkreuz etwas nach unten.

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Legen Sie sich nun Ihr Baby über eine Schulter, und lassen Sie die Beinchen langsam in den oberen V-Ausschnitt des Tuches gleiten.
Die Beinchen müssen dabei nacheinander gleich wieder so unter den Stoffbahnen seitlich hervordirigiert werden, dass Ihr Baby letztendlich auf dem Stoffkreuz sitzt.

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Halten Sie mit einem Arm Ihr Baby und breiten Sie erst die körpernahe Stoffbahn über Windelpaket von Kniekehle zu Kniekehle aus, dann die äußere Stoffbahn.

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Helfen Sie etwas bei der Hockstellung nach.

Nun können Sie entscheiden

  • ob die Ärmchen im Tuch bleiben und auch das Köpfchen durch die Tuchbahnen gestützt werden soll, wenn Ihr Kind schläft,
  • oder ob bei kleinen, munteren und stabil sitzenden Persönchen die Arme frei sein sollen, damit die Kleinen mehr agieren können.

Hinweis

Achten Sie besonders bei agilen Kindern darauf, dass sie nicht die Stoffbahnen zwischen den kleinen Beinchen zusammendrücken. Durch das Auseinanderziehen der Tuchbahnen von Kniekehle zu Kniekehle fächern Sie die Bahnen auch breit über dem Rücken Ihres Kindes aus. Die Schultern können bei älteren Kindern aus dem oberen V herausschauen (einem nicht zu breiten, damit der Rücken noch gut unterstützt wird).

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