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Beikost

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Einmal breifrei, bitte!

Wieso sind wir eigentlich so überzeugt davon, dass Babys mit zu Brei gematschten Lebensmitteln löffelgerecht „befüllt“ werden müssen? Bei „Breifrei“ essen alle gemeinsam. Das Baby bekommt das, was die Großen auch essen. geschnitten in handliche Fingerfood-Stücke. Parallel wird, wie bei Beikost üblich, weiterhin gestillt.

Viele Informationen zum Thema „breifreie Beikost“ finden Sie in dem Buch „Einmal breifrei, bitte“

Der richtige Zeitpunkt

Erst einmal: Das Thema Beikost ist viel weniger kompliziert, als es vielleicht auf den ersten Blick scheint, denn Ihr Baby wird Ihnen Zeitpunkt, Tempo, Sorte, Konsistenz und Menge auf seine Weise mitteilen! Wenn Ihr Kind noch völlig desinteressiert mit am Familientisch sitzt, ist es noch nicht bereit für die Beikost.

Wenn es hingegen schon:

  • aufmerksam zuschaut, wie das Essen in Ihrem Mund verschwindet, vielleicht sogar schon Ihre Kaubewegungen nachahmt,
  • mit nur wenig Unterstützung aufrecht sitzen kann und den Kopf gut und stabil hält,
  • nach Essbarem greift und es sich auch mal in den Mund steckt,
  • sich vom Rücken auf den Bauch drehen kann,
  • der Zungenstoßreflex (mit dem das Kind automatisch alles aus dem Mund herausschiebt) verschwunden ist
  • … und alle Beteiligten gut drauf sind,

dann können Sie loslegen!

Kind_apfel

Interessant dabei ist, dass die Mund-Zungen- und Schluckmotorik eine Verbindung zum Drehen vom Rücken auf den Bauch hat. Durch das Drehen kann die Zunge im Mund auch eine gute seitliche Bewegung machen – sehr praktisch, wenn man das Essen im Mund herumschieben will, denn das ist DIE Voraussetzung, damit es mit der Beikost überhaupt klappt. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wenn ein Kind sich noch nicht drehen kann, wird es wahrscheinlich auch noch nicht so richtig bereit für die Beikost sein. Sie können es aber natürlich dennoch ausprobieren, wenn Sie möchten!

Mit etwa einem halben Jahr sind die meisten Kinder bereit für die Beikost – manche ein wenig früher, manche allerdings auch erst mit 10 Monaten oder später.

Gängige Empfehlung ist, mit einem Brei zu beginnen: Sie garen also ein Stück Gemüse (oder Obst) Ihrer Wahl und pürieren es mit ein wenig Garwasser zu einem möglichst homogenen Brei. (Oder natürlich: Sie kaufen ein Gläschen. Bitte achten Sie auf das Klein­gedruckte, denn manchmal sind unnötige Zusätze, wie z. B. Zucker als Maltose, Fructose oder Glucose enthalten.) Sie lassen das Ganze auf Körpertemperatur (ca. 37 °C) abkühlen und probieren dann aus, ob sich das Baby mit dem Löffel füttern lässt.

Breiessen ist etwas ganz Neues für Ihr Kind, es sieht Sie mit einem Löffel, da ist was drauf – und weiter? Es muss erst einmal darauf kommen, dass es seinen Mund öffnen soll, wenn der Löffel in seiner Nähe ist. Wie bekommt es den Brei vom Löffel und wie kann es ihn schlucken? Einige Kinder kriegen ganz schnell raus, wie das alles funktioniert, und essen schon beim ersten Mal die Schüssel leer, andere sind erst nach Wochen so weit, einen Löffel Brei zu schlucken.

Weitere Informationen zum Thema „breifreie Beikost“ finden Sie im dem Buch „Einmal breifrei, bitte“

 

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